Ausstellung zu verfolgten Studierenden an LMU und THM in der NS-Zeit

Hier studierten Konrad Bloch, Rita Galewski und Hans Lamm
Gemeinsam mit dem Archiv der Ludwig-Maximilians-Universität München präsentiert das TUM Archiv im Historicum der LMU eine Ausstellung, in der exemplarisch Lebenswege von Studierenden vorgestellt werden, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Beleuchtet werden unter anderem die Schicksale von Konrad Bloch, Rita Galewski und Hans Lamm.
Konrad Bloch, der 1964 den Nobelpreis für Medizin erhielt, musste 30 Jahre zuvor sein Vorhaben, an der THM zu promovieren, aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung aufgeben und emigrieren. Rita Galewski, die Tochter des 1933 abgesetzten Direktors der Bagdadbahn, konnte ihr Studium an der THM bis 1938 unter widrigen Bedingungen abschließen und nach Australien fliehen. Hans Lamm, der spätere Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, studierte 1932/33 an der LMU Jura. 1938 verließ er Deutschland und konnte sich in die USA retten, wo er sechs Jahre später die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Ergänzt werden die Unterlagen zu den Lebenswegen der Studierenden durch originale Dokumente aus beiden Archiven, die die Studienbedingungen für “nichtarische” und politisch missliebige Personen veranschaulichen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Juni im Historicum zu sehen.
Ort: LMU München, Historicum (Foyer vor der Bibliothek)
Schellingstr. 12
80799 München-Maxvorstadt
Archiv für alle
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Treffpunkt:
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Eintritt frei
Kontakt:
Dr. Katrin Bäumler | Gabriele Lemos M.A.
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T: 089 289 24380




