Bestände

Studentenakten

Wichtiger Hinweis:
Der Bestand "Personalakten Studierende" für die Zeit zwischen 1910 und 1967 ist derzeit leider aufgrund bautechnischer Mängel unserer Magazinräume unzugänglich.

Abschlusszeugnis von Emmanuel Bergsmann aus Budapest, 1888

Zu den herausragenden Beständen des TUM.Archivs gehören die Studentenakten. Das TUM.Archiv verfügt über eine einzigartige, umfangreiche Sammlung aller Studentenakten von der Gründung 1868 bis in die 1960er Jahre.

Die Immatrikulationsbögen verzeichnen in der Regel die Lebensdaten der Studenten, ihren Herkunftsort, den Beruf des Vaters und den Bildungsgang; darüber hinaus enthalten die Studentenakten häufig  weitere Materialien zum Fortgang  des Studiums und vereinzelt auch zum abgelegten Examen.

Diese Sammlung bietet somit eine singuläre Quellengrundlage für die Erforschung der  Sozialgeschichte der technischen Bildung in Deutschland in ihren internationalen Bezügen.

 

 

Personenbezogene Akten

Die Personalakte Carl Lindes, der im Gründungsjahr 1868 Professor an der "Polytechnischen Schule" wurde. Die Akte reicht bis zu Lindes Todesjahr 1934

Das TUM.Archiv enthält einen umfassenden Bestand von Personalakten.

Dazu gehören insbesondere die Professoren (1845-2003), worunter sich auch die Akten vieler TUM-Nobelpreisträger befinden, ebenso wie die Lehrenden der landwirtschaftlichen Einrichtungen in Weihenstephan und der Handelshochschule München (1910-1923).

Weiterhin sind erhalten die Akten der Ehrenpromotionen, Ehrenbürger und Ehrensenatoren 

Promotionsakten und Promotionsbücher

Der Strömungsforscher Hermann Föttinger gehörte zu den frühen Promoventen der TH München

1901 erhielt die Technische Hochschule München das Promotionsrecht.

Die Promotionsakten sind Teil des Bestandes "Personalakten".

Korbinian Aigner

Ein besonderer Bestand des TUM.Archivs sind die Obstsortenbilder Korbinian Aigners (1885-1966).

Dem TUM.Archiv sind 649 Bilder mit verschiedenen Äpfel‑ und 289 Bilder mit Birnensorten überliefert. Korbinian Aigner war katholischer Pfarrer in der Nähe Freisings bei München; sein Leben lang hat er sich für die Förderung des Obstbaus in Bayern engagiert.

Daher haben die Bilder einen herausragenden wissenschaftlichen Wert. Aigner hat sie  der Technischen Hochschule München vermacht; heute sind sie im TUM.Archiv archiviert. Aigners Obstbilder waren zugleich Kunstwerke eines begabten Dilettanten, der seine Maltechnik im Laufe der Jahrzehnte immer weiter perfektionierte. 2012 wurden sie bei der dOCUMENTA (13) gezeigt.

Durch Aigners Biographie haben die Bilder auch eine politische Bedeutung bekommen: Korbinian Aigner hatte im "Dritten Reich"  mehrfach die nationalsozialistischen Machthaber öffentlich  kritisiert. 1940 kam er dafür  ins Gefängnis, 1941 ins KZ Dachau. Während dieser Zeit hat er nicht malen können, es ist ihm aber gelungen, vier Apfelsorten zu züchten, die er mit  KZ-1 bis KZ-4 bezeichnete. Eine dieser Sorten, KZ-3, wird bis heute unter dem Namen "Korbiniansapfel" weiter angebaut und verkauft – eine mittelgroße, goldgelbe, rotgestreifte, lang haltbare Tafelfrucht.

Hochschule für Politik

Am 1. Dezember 2014 hat die TU München die Trägerschaft der traditionsreichen "Hochschule für Politik" übernommen. Das Archiv dieser einzigartigen, nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Einrichtung  wird als eigener Bestand dem TUM.Archiv eingegliedert, sobald die Räumlichkeiten im Magazin II zur Verfügung stehen.